Herausgegeben von Bernhard Chiari, Matthias Rogg und Wolfgang Schmidt. Kaum ein anderes Medium hat die Erinnerung und Wahrnehmung von organisierter Gewalt und Krieg im 20. Jahrhundert mehr geformt als der Film. In international vergleichender Perspektive beleuchtet dieses Buch das Spannungsverhältnis von Film als einem Medium der Unterhaltung und politischer Meinungsbildung. Zur Sprache kommen neben methodischen Fragen die Rezeption im Ersten Weltkrieg und in der Weimarer Republik, die Affinität von Militär und Film im Nationalsozialismus sowie die Funktion von Militär- und Kriegsfilmen im Kalten Krieg. Das Spektrum reicht so von militärspezifischen Inhalten über Fragen der narrativen Konstruktion, der cineastischen Form bis zu den Mechanismen politischer Instrumentalisierung und gesellschaftlicher Wirkung von Filmen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 11.05.2004
Rundum überzeugend findet Rezensent Arno Orzessek diesen 650-Seiten starken Tagungsband zum Thema "Krieg und Militär im Film des 20. Jahrhunderts". Wie er berichtet, behandelt der Band, gegliedert in die vier Teile "USA-Sowjetunion", "Erster Weltkrieg und Weimarer Republik", "Die Luftwaffe im NS-Propagandafilm" und "Krieg und Militär im deutschen Nachkriegsfilm", in 21 Beiträgen rund 500 Filme, wobei die "ominöse Trennung" von Kriegs- und Anti-Kriegsfilm erst gar nicht versucht werde. Orzessek attestiert dem Band "Lexikon-Qualitäten", nicht zuletzt wegen der gesonderten Filmografien, dem Abbildungsverzeichnis sowie Film- und Personenregister. Neben Ulrich Fröschles und Helmut Mottels über Francis Ford Coppolas "Apocalypse Now" hebt er Andreas Etges Vergleich von William Wylers Oskar-Abräumer "The Best Years of Our Lives" (1946) mit Steven Spielbergs "Saving Private Ryan" (1998) hervor. Nicht zuletzt, dass der Band, anders als viele andere Tagungsbände, aus einem Guss ist, hat Orzessek überzeugt. "Der Band taugt als thematisches Grundbuch", resümiert der Rezensent, "weil er theoretische Linien der Kriegsfilm-Rezeption mit zumeist scharfsichtiger Filmlektüre verbindet."
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