Ein für heutige Verhältnisse völlig wahnsinnig wirkender Naturforscher erzählt in unterhaltsamen Anekdoten über die Bösartigkeit des Hamsters, den Anmut des Eichhörnchens, den Geschmack von Murmeltier und die richtige Waffe, um ein Stachelschwein zu fangen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 12.05.2011
Christoph Schröder ergötzt sich an diesem erstmals 1932 publizierten, den Nagetieren gewidmetem Essay von Kurt Floericke, allerdings stellt er klar, dass wissenschaftliche Erkenntnis nicht daraus zu ziehen ist. Der Ornithologe und Naturforscher beschreibt darin Nager konsequent aus menschlicher Sicht, wirft Hamstern Jähzorn und Eichhörnchen eine Neigung zum Rausch zu, lässt der Rezensent wissen. Dies ist ausgesprochen unterhaltsam zu lesen, wenn auch mitunter von nicht beabsichtigter Komik, wie Schröder einräumt. Literarische Bedeutsamkeit gewinnt das Büchlein in seinen Augen aus der Demut gegenüber der "Naturschönheit" gepaart mit einem "selbstverständlichen Pragmatismus", und lediglich die vom Herausgeber beigegebenen mitunter einfach "albernen" Fußnoten haben ihn bei seinem Lesegenuss gestört.
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