Übersetzt von Sylke Hachmeister. Am Stadtrand von Shyness, wo ewige Dunkelheit herrscht und die Grenzen vor merkwürdiger Energie knistern, trifft Wolfboy im Diabetic Hotel ein seltsames Mädchen. Sein Name ist Wildgirl und es erklärt Wolfboy zum Fremdenführer für eine Nacht. Auf ihrer Tour durch Shyness kommen sie den Gangs der zuckerabhängigen Kids in die Quere. Ein waghalsiges Abenteuer beginnt, in dem Wolfboy und Wildgirl nicht nur verrückten Affen, ewigen Träumern, Döner verkaufenden Wahrsagerinnen und teuflischen Psychiatern begegnen, sondern auch der ganz, ganz großen Liebe - denn eine Nacht ist lang genug, um zwei Leben für immer zu verändern.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.12.2012
Der Eindruck der ersten Seiten, dass es sich bei Leanne Halls neuem Roman "Die Nacht von Shyness" um einen gewöhnlichen Teenager-Klamauk handele, hat sich schnell verflüchtigt, beteuert Rezensentin Alina Bronsky, die dringend zum Weiterlesen rät. Denn schon bald hat sich die Kritikerin von diesem "dystopischen" und finsteren Liebesroman für junge Leute in den Bann ziehen lassen. Sie begleitet hier Halls aufmüpfige Heldin "Wildgirl" und ihren neuen, melancholischen Freund "Wolfboy" bei ihren Streifzügen durch die düstere und nie enden wollende Nacht im apokalyptischen Shyness, und begegnet dabei zahlreichen "surrealistischen" Gestalten wie etwa zuckersüchtigen Straßenkindern, die in Begleitung von kleinen Äffchen Passanten auf der Suche nach Süßigkeiten ausrauben. Mit großer Bewunderung liest die Kritikerin, wie es Hall gelingt, mit nur sparsamen Andeutungen die Spannung dieser ebenso rätselhaften wie albtraumhaften Geschichte ins Unermessliche zu treiben.
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