Mit "Wir können ja Freunde bleiben" erscheint ein erstes Album von Mawil bei Reprodukt. Mawil zeichnet Comics über Mädchen - schicksalhafte Begegnungen aus dem eigenen Leben zwischen Plattenbausiedlung und Ostseeurlaub. Mawil versteht auch in seiner neuesten Erzählung, die Leser mit seinen dynamischen Zeichnungen in den Bann zu ziehen und sie ein Stück seiner Welt miterleben zu lassen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 21.07.2005
Christian Gasser kann den Comic "Wir können ja Freunde bleiben" nicht genug loben, wie auch der Zeichner, Mawil, mit bürgerlichem Namen: Markus Witzel, "das ohne Zweifel am meisten versprechende Comic-Talent Deutschlands", seine uneingeschränkte Hochachtung genießt. Der Comic, zugleich auch Witzels Diplomarbeit an der Kunsthochschule, ist ein Reigen von autobiografisch inspirierten Kurzgeschichten aus dem Leben in der DDR zur Wendezeit, der sich auszeichnet durch "erzählerische und zeichnerische Leichtigkeit". Dargestellt werden die Leiden, die gescheiterte, unerfüllte Liebesgeschichten zu bereiten vermögen. Der Künstler ließ sich, so der Rezensent, für die Gestaltung von jungen Franzosen wie Joann Sfar, Christophe Blain und Lewis Trondheim inspirieren. Gasser hebt vor allem die "stimmigen Dialoge" und die "realen Situationen" hervor. Das Heft wurde ein Sensationserfolg mit mehreren Auflagen und auch nach Frankreich und Spanien verkauft.
"Alle wollen nur das eine nicht." Das ist das Problem des Comic-Helden in diesem Buch von Mawil, schreibt Kolja Mensing. So werde so manche zaghafte Annäherung zur "schmerzhaften Erinnerung", wenn ein Mädchen wieder den unschönen Titelsatz sagt. In diesem "Real"-Comic stimmt alles, lobt der Rezensent, vom "Möwenpickimbiss am Strand" bis zur Berliner "Künstlerparty", bei der sich "immer nur die anderen" amüsieren. Besonders genau treffe Mawil dabei die "zarten Grautöne der Melancholie".
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