Klappentext
Das Leben ist wie eine Achterbahn - voller Höhen und Tiefen. Aber was, wenn belastende Gefühle nicht mehr verschwinden? Dieses einfühlsame Buch erklärt Kindern ab 9 Jahren, warum manche Menschen anfälliger für psychische Erkrankungen sind, wie ADHS, Angststörungen oder Autismus sich äußern und wann Hilfe wichtig ist. Es zeigt, warum wir über seelische Gesundheit sprechen sollten, was sich Betroffene wünschen und welche Hilfen es gibt.• offen über psychische Störungen sprechen - für Toleranz und Resilienz• gibt Einblick in Hilfsangebote von Telefonberatung über verschiedene Therapieangebote bis psychiatrische Klinik• zeigt beispielhaft, wie Menschen mit ADHS, Angststörungen, Depression, Zwangsstörungen oder Autismus-Spektrum-Störungen umgehen• sensibilisiert für Diskriminierung in unserer Alltagssprache• von einer jungen Psychologin fundiert, zeitgerecht und einfühlsam geschrieben und gezeichnet
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 19.12.2025
Neurodivergenzen und psychische Erkrankungen haben in den Sozialen Medien Hochkonjunktur, weiß Rezensent Sebastian Herrmann, so mancher junge Mensch mag sich dadurch zur Selbstdiagnose gedrängt sehen, vielleicht sogar ein identitätsstiftendes Element darin finden, fürchtet der Rezensent. Die Psychologin, Autorin und Illustratorin Lena Steffinger geht das Thema in ihrem Buch sehr viel behutsamer und verantwortungsbewusster und dennoch mit der gebotenen Leichtigkeit an, lobt Herrmann. Was sind Gefühle überhaupt, wie entstehen sie, wozu sind sie gut, und wie kommt es, dass sie sich manchmal zu unerträglichen Zuständen verdichten? Steffinger beantwortet dieses Fragen versiert, übersichtlich und spielerisch, ohne Zeigefinger, wenngleich der Rezensent das ständige Duzen mitunter etwas enervierend findet. Sie beschreibt, wie eine Psychotherapie funktioniert, kommt auch auf Medikamente zu sprechen, und erklärt, was es mit einigen Neurodivergenzen und Störungen auf sich hat, wie etwa Angststörungen oder ADHS. Dass die Unterscheidung von auffälligem zu pathologischem Verhalten kompliziert ist und dass eine Diagnose ausschließlich von Expertinnen oder Experten gestellt werden sollte, betont die Autorin, was der Rezensent besonders "verdienstvoll" findet.