Mitwirkung von Nataly Bleuel. Wodurch entstehen Traumata? Die renommierte Psychotraumatologin Dr. Maggie Schauer weiß, wie viele Menschen in vermeintlich friedlichen Umgebungen traumatisiert werden: durch häusliche Gewalt, sexuelle und emotionale Übergriffe, Ablehnung und Ausgrenzung, schwere Krankheiten oder andere schwierige Ereignisse, die sich im Leben häufen. Eltern, die ihre Kinder schlagen, haben meist selbst Gewalt erlebt. Frauen, die missbraucht wurden, fällt es schwer, Vertrauen in Bindungen zu entwickeln, und das wirkt sich auf Freunde und Familien aus. So mischen sich in vielen Leben stressreiche Ereignisse mit Traumata und Verlusterfahrungen, längst bevor Menschen krank werden, bevor sie Hilfe brauchen oder Verursacher von Gewalt werden, weil sie selbst schon als Kind Gewalt erleben mussten - weil Traumata über Generationen weitergegeben werden. Maggie Schauer hat die "Narrative Expositionstherapie" mitentwickelt, eine pragmatische und evidenzbasierte Form autobiografischen Erzählens, die der menschlichen Natur entgegenkommt und nachweislich hilft, Traumata aufzulösen. So kann jeder lernen, den Kreislauf von Leid und Gewalt zu erkennen und zu durchbrechen.
Die einfachste Psychotherapie der Welt? Keineswegs, findet Rezensent Jan Drees, anders als es in ihrem Titel heißt, ist die Therapieform, die Maggie Schauer hier vorstellt, sehr schwierig. Schließlich geht es bei der von ihr erläuterten "Narrativen Expositionstherapie" Drees zufolge darum, wie traumatisierte Menschen dazu kommen, erzählend über schwierige Erlebnisse zu sprechen - also genau über das, was durch das Trauma blockiert ist. Detailliert erläutert die Autorin, wie es trotzdem funktionieren kann, etwa, indem zunächst nur Sinneseindrücke beschrieben werden und anschließend die Gedanken, die man sich über dieselben macht. Auch andere Strategien für ein erfolgreiches Erzählen enthält dieses kluge und wichtige Buch, das, so Drees, insbesondere auch für Menschen interessant ist, die selbst schreiben.
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