ADHS, Autismus, Lese-Rechtschreib-Störungen, Dyskalkulie, Mental Health: Der Druck, zu funktionieren, ist groß. Von klein auf. Wer irgendwie anders tickt, hat schnell das Gefühl, nicht ganz richtig zu sein. Und kriegt das auch vermittelt. Leute mit ADHS sollen sich mal ein bisschen mehr anstrengen und autistische Personen bitte nicht so empfindlich sein. Mit Lese-Rechtschreib-Störungen und Dyskalkulie braucht es viel Glück, um nicht früh auf dem Abstellgleis zu landen. Dabei wissen wir heute, wie neurodivergente Hirne ticken: anders, aber richtig! Das neue Buch der Jugendliteraturpreisträgerinnen Kathrin Köller und Irmela Schautz nimmt mit auf eine faszinierende Reise in die Welt der Neurodiversität und ist ein leidenschaftliches Plädoyer für einen positiven Blick auf die Vielfalt unserer Gehirne.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 29.04.2025
Für Rezensentin Kim Kindermann ist dieses Buch der Jugendliteraturpreisträgerinnen Kathrin Köller und Irmela Schautz über Neurodiversität "Pflichtlektüre für alle." Unter den Begriff Neurodiversität, so ist zu lernen, fallen nicht nur ADHS und Autismus, sondern auch Dyskalkulie und Lese-Rechtschreib-Störungen, verschiedene Identitäten, über die die Autorinnen aufklären, um den Betroffenen zu ermöglichen, sich selbst besser zu verstehen. Für Kindermann ist eine wichtige Erkenntnis des Buches, dass es sowohl Verständnis des Umfelds als auch adäquate Unterstützung braucht, um (psychosomatische) Folgeerkrankungen zu vermeiden. Dafür kommen viele Betroffene zu Wort, wie etwa die autistische Professorin Temple Grandin, was der zufriedenen Rezensentin zufolge für eine erweiterte Perpsektive und neue Denkanstöße sorgt. Auch die bunten Illustrationen und die Gestaltung gefallen ihr.
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