Mit einem Nachwort von Philipp Schönthaler. "Striptease daheim" - das ist die so humorvolle wie revolutionäre Aufforderung an alle, sich ihrer eigenen Sexualität bewusst zu werden und sich über die Grenzen der Scham und der Prüderie hinwegzusetzen. Heute, fast 60 Jahre nach dem erstmaligen Erscheinen, soll dieses Buch vor allem eins: Spaß machen. In illustrierten Kapiteln, die sich an Hausfrauen und Mütter wenden, an junge und jung gebliebene Frauen, an jede, die die Reize ihres Körpers einsetzen will, um sich und ihrem Partner oder ihrer Partnerin Lust zu bereiten, erklärt Libby Jones Schritt für Schritt ihr Tagesgeschäft und wie es sich in das heimische Schlafzimmer überführen lässt. Dabei ging es ihr nicht um die perfekte Show, sondern um eine Form der Selbstermächtigung.Ein anregendes Handbuch - inklusive Register, um schnell die beliebtesten Tricks und Teases wiederzufinden. Nur für den Fall der Fälle, versteht sich.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 20.01.2021
Rezensent Paul Jandl ist in Pandemiezeiten hart im Nehmen geworden. Auch die Wiederauflage von Libby Jones' Ratgeber "Striptease daheim" kann er verkraften. Dass sie aus dem "Ancien Régime der Erotik" stammt, in dem Hausfrauen für ihre Ehemänner strippen, versteht sich für ihn von selbst. Aber was treibt Matthes und Seitz dazu, dieses Ding wieder aufzulegen? Jandl sieht Intellektuellen vor sich, die ermüdet von ihrer Barthes- oder Batailles-Lektüre an den "Wühltischen der Schmuddelheftbuden" stehen und begeistert ihrem Lieblingsverlag die ergatterte Ware andrehen: Kult! Vintage! Kulturgeschichte!
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