Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 15.03.2000
In einer Doppelbesprechung widmet sich Stephanie von Selchow den folgenden zwei Büchern, in denen es um Geld geht:
1) Linda Aronson: "Ein Genie wie Emily"
Als der Großvater stirbt, kriegt die elfjährige Emily, die Lust aufs Unternehmertum hat, weniger Prozente von der Fabrik ab, als sie erwartet hat; aber sie kann einen der anderen der Erben verführen, gleich auf zweierlei Weise: das alte Seetangunternehmen wieder flott zu machen und sie - trotz Zahnspange! - zu küssen. Sehr "abgedreht", witzig und dynamisch von der australischen Autorin erzählt, findet die Rezensentin.
2) Erleud Loe: "Kurt, der Diamant und ein Haufen Geld"
Kurt, der eigentlich mal ganz nett war, kriegt für eine Lebensrettung einen Diamanten geschenkt, wird Millionär und dreht durch. Sein kleiner Sohn Bud muss ein bisschen auf ihn aufpassen, was, wie die Rezensentin meint, sehr zur Identifikation einlädt. "Hinreißend witzige Passagen" und die "kongenialen" Zeichnungen von Volker Kriegel machen das Buch des Norwegers zur hellen Freude, findet sie.
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