Erstmals liegt hier eine grundständige Analyse der Gattung des gedruckten Heiltumsbuches vor. Heiltumsbücher reflektieren in Bild und Text kostbare Reliquienbehältnisse, wie sie während einer Heiltumsschau den Gläubigen gewiesen wurden. Die Untersuchung widmet sich der spezifischen Medialität und Ästhetik dieser Drucke und ihrer Ausrichtung auf ein größeres Publikum . Darüber hinaus geht sie der besonderen Rolle der Auftraggeber nach sowie deren Einfluss auf Gestalt und Ordnung der Bücher. Das Zusammenwirken von Bild und Text als Präsenz von Wirklichkeit steht dabei im Zentrum der medialen Analyse. Der älteren These, das Heiltumsbuch gattungsgenalogisch als Vorläufer von Sammlungs- und Ausstellungkatalogen aufzufassen, begegnet die Untersuchung mit dem Nachweis, dass hier eher von Gattungsanalogien auszugehen sei.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.12.2013
Der Verdienst des Buches von Livia Cárdenas liegt für Harald Wolter von dem Knesebeck in der Verortung der Heiltumsbücher im Kontext der Buch- und Bildkultur um 1500. Für den Rezensenten ist die Arbeit die erste anspruchsvolle kunsthistorische Monografie zu diesem Thema. Einwände hat der Rezensent allerdings bei der Ausführung. So hätte die Autorin ihre Befunde seiner Meinung nach ruhig öfter mit der Buchkultur des Mittelalters abgleichen und ihre ikonografischen Deutungen hin und wieder etwas zügeln dürfen.
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