Der Aufgabe, die interdisziplinäre, transkulturelle und internationale Erforschung der mittelalterlichen Geschichte voranzutreiben, hat sich das neugegründete "Institut für vergleichende Geschichte Europas im Mittelalter" (IVGEM) an der Humboldt-Universität zu Berlin verschrieben. Zum Einstieg in seine langfristig angelegte Arbeit diente eine Tagung in Berlin im September 1999, auf der Mediävistinnen und Mediävisten aus allen Teilen Europas, aber auch aus Israel und den USA, über Theorie, Methoden und Praxis des Vergleichs Erfahrungen, Erkenntnisse und Perspektiven austauschten. Der Sammelband bietet die Vorträge sowie ergänzende Beiträge russischer und polnischer Autorinnen und Autoren.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 06.07.2002
Der Titel des Buchs ist nicht nur Methode, sondern institutionelles Programm. Der Herausgeber Michael Borgolte besetzt einen Lehrstuhl für "Vergleichende Geschichte Europas im Mittelalter", eingelöst wird die große Vergleichs-Ambition jedoch nur zum Teil. Gelungen scheinen dem Rezensenten Christian Jostmann insbesondere die Texte aus der sozial- und verfassungsgeschichtlichen Richtung. Der Vergleich verschiedener Formen von Grundherrschaft, aber auch der den Konzilen vor- und nachgelagerten Synoden bringt, so Jostmann, deutliche Forschungsgewinne. Weniger ertragreich jedoch scheinen ihm die Artikel zur osteuropäischen Geschichte und die zur Kulturgeschichte. Zu sehr werden, wie er bemängelt, bei letzteren bloße "Schlaglichter" geworfen. Das Resümé fällt dennoch eher positiv aus: die Fruchtbarkeit der Methode werde erwiesen, eine "vergleichende Geschichte Europas" aber steht noch aus.
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