Herausgegeben von Andreas Wagner im Auftrag von Netzwerk Musik Saar. Wie kaum ein zweiter Komponist nach 1945 steht Luigi Nono (1924-1990) für eine Verbindung von musikalischer Avantgarde und gesellschaftspolitischem Engagement. Nono selbst tritt dem Leser auf unterschiedliche Weise in mehreren Erstveröffentlichungen gegenüber. Als Interviewpartner von Enzo Restagno hat er 1987 die wohl ausführlichsten autobiographischen Äußerungen gemacht, wobei er auf eindringliche Weise seine Entwicklung als Komponist und politisch engagierter Künstler darstellte. Dieser Text liegt hier erstmals in deutscher Sprache vor. Ein bislang unpubliziertes Uraufführungsgespräch zu Nonos Streichquartett "Fragmente - Stille, An Diotima" ermöglicht einen ganz unverstellten Blick auf das bei weitem am stärksten rezipierte Werk Nonos.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 17.07.2004
Nichts vermisst hat "rur" bei dem Band mit Dokumenten und Materialien des Komponisten Luigi Nono. Die Jugendzeit werde "eingehend" durch das "ausgreifende" Interview beleuchtet, dass Nono mit Enzo Restagno 1987 führte, während das Gespräch mit Nuria Schoenberg Nono eher "Werkstatteindrücke" gewährt. Mit Hilfe der veröffentlichten Dokumente bekomme der Leser Einsicht in Skizzen und bisher Unveröffentlichtes, ihm werden aber auch die Probleme bei der Konservierung vor Augen geführt. "Aufschlussreich" findet "rur" Erika Schallers Beitrag, der hinweise aus Nonos frühes Naturverständnis gibt. Demnach verstand Nono die Natur nicht als romantisierende Idylle, sondern mit gesellschaftskritischen, ja geradezu "revolutionären Bezügen".
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