Mit "Adler und Kranich" legt der Historiker Lutz Budrass die erste umfassende wissenschaftliche Aufarbeitung der Lufthansa-Geschichte vor: von der geheimen Aufrüstung in der Weimarer Republik über den Einsatz von Zwangsarbeitern im NS-Regime bis zum ersten Flug nach der Wiedergründung 1955. Seine Studie macht deutlich, warum der Lufthansa-Konzern in der Bundesrepublik nicht ohne die Brücke zur Vorgeschichte in der Weimarer Republik verstanden werden kann.
Sven Felix Kellerhoff gefällt, dass das Thema Zwangsarbeit in Lutz Budrass' Unternehmensgeschichte ausführlich dargestellt wird, ohne dass es das Buch dominiert. Auch die Darstellung der internen Abläufe bei der Lufthansa hält der Kritiker für gelungen. Der Autor mache es sich nicht leicht, er konzentriere sich nicht etwa auf die unverfängliche Technikgeschichte. Stattdessen lege er sehr genau die Verstrickungen der Lufthansa im Dritten Reich dar. Ohnehin hat sich der Autor bereits einen Namen als Fachmann für Luftfahrtgeschichte gemacht, weiß Kellerhoff, und so bietet auch dieser Band erhellende Einsichten. Einziger kleiner Kritikpunkt des Rezensenten: Die größeren Zusammenhänge rücken mitunter zu sehr in den Hintergrund, angesichts der Masse an interessanten Geschichten.
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