Zehn Jahre lang reist Lutz Kleveman als junger Kriegsreporter an die gefährlichsten Orte der Welt - von Afghanistan bis Kolumbien, von Sierra Leone bis Nordkorea. Er liebt das Abenteuer und fühlt sich unverwundbar. Aber nach seinem Aufenthalt im Irak beginnt Kleveman sich zu fragen, was ihn eigentlich immer wieder in Krisengebiete zieht. Während er sich an Schlüsselerlebnisse als Reporter erinnert, muss er auf schmerzhafte Weise erkennen, wie sehr seine Faszination für Krieg und Gewalt in seiner eigenen deutschen Familiengeschichte wurzelt.
Großen Erkenntniswert attestiert Alexandra Senfft dem Buch des rasenden Kriegs- und Krisenreporters Lutz Klevemann. Immerhin erkennt der Autor nach 100 Reisen nach Afghanistan, Tschetschenien, Russland und zu den Drogengangs in den brasilianischen Favelas, dass er bloß vor seiner eigenen Geschichte flieht. Kein so großer Gedanke? Was solls. Von Klevemanns angelerntem englischen Humor und seiner Selbstironie und mit seinen hartgekochten Stories, die von Bordellbesuchen und Drogenexzessen erzählen und mit Kritik an dilettantischen Kollegen nicht sparen, fühlt sich Senfft gut unterhalten.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…