Aus dem Amerikanischen von Stephan Gebauer. Sie wurde gekidnappt und fast getötet - und hat dennoch Momente voller Wahrheit und Schönheit an den gefährlichsten Orten der Welt eingefangen. Seit 15 Jahren reist die Fotografin Lynsey Addario in die Krisengebiete der Welt und porträtiert das Leben der Menschen in ihren extremsten Momenten. Addarios Bilder zeigen der Welt ungesehene Szenen aus dem Irakkrieg, das Grauen in den niedergebrannten Dörfern in Darfur oder den Alltag der unerschütterlichen afghanischen Bevölkerung unter der Herrschaft der Taliban. Dafür riskiert sie immer wieder ihr Leben: Im afghanischen Korengal-Tal gerät sie in ein Feuergefecht, im libyschen Bürgerkrieg entführen Gaddafi-Anhänger die Fotografin. Ein Bericht entlang der Kriegsschauplätze des 21. Jahrhunderts.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 15.03.2016
Nein, Lynsey Addarios unter dem Titel "Jeder Moment ist Ewigkeit" erschienene Autobiografie ist kein klassisches Sachbuch über den Krieg im 21. Jahrhundert, versichert Rezensent Robert Probst - wenngleich er in den fesselnden Reportagen der Kriegsfotografin nicht selten in das "Herz der Finsternis" blickt. Denn Addario erzählt unverblümt von ihren Erfahrungen in Afghanistan, dem Irak, Libyen oder Darfur, berichtet der Kritiker, der allerdings nicht nur von sterbenden oder verletzten Menschen liest, sondern auch viel über die Kultur der Einheimischen erfährt. Darüber hinaus ist selten offener über den Alltag von Kriegsreportern, aber auch die Bedeutung von Journalismus geschrieben worden, schwärmt der Rezensent, der hier auch ein bewegendes Buch über Liebe gelesen hat. Nur dass so wenige Fotos im Band abgedruckt sind, bedauert er.
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