Aus dem Englischen von Sabine Wolf. Der christlich-jordanische Armeeoffizier Hussein Sabas versucht nach der Pensionierung sein Glück als einziger Schweinemetzger der Levante und verkauft alle Arten von Koteletts, Würsten und Schinken - sehr zum Leidwesen seiner rechtgläubigen muslimischen Nachbarn. Hussein lebt in einem von Frauen dominierten Haushalt in einem Vorort der jordanischen Hauptstadt Amman. Da ist seine konservative Schwiegermutter Fadhma, die über die Familie und ihre Geheimnisse wacht; seine enttäuschte Frau Laila, die sich bemüht, nicht in Bitterkeit zu versinken; seine junge Schwester Samira, die sich insgeheim einer Gruppe syrischer Aktivistinnen anschließt; und seine Nichte Muna. Diese ist zum ersten Mal aus den USA zu Besuch, bringt mit ihrem westlichen Blick gewohnte Sichtweisen durcheinander und freundet sich rasch mit Samira an. Husseins versteckte Schweinefarm, die Ankunft eines mysteriösen jungen Soldaten, der einst unter ihm diente, und Samiras politisches Engagement erschüttern das empfindliche Gleichgewicht des Haushalts und zwingen den Sabas-Clan zu einer dramatischen Entscheidung...
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.02.2021
Wolfgang Schneider liest Malu Halasas in Syrien spielenden Gesellschafts- und Familienroman als Groteske mit houellebecqschen Zügen. Es geht um denkende Supersäue, Basaratmo, Frauenrechte und Religion. Wie die Autorin Figuren zwischen Moderne und Tradition entwirft, den Arabischen Frühling behandelt und patriarchale Strukturen, scheint Schneider einen klugen, humorvollen Einblick in die Verhältnisse des Nahen Ostens zu gewähren. Etwas zu "diskursiv" daherkommende Dialoge und bisweilen die Überladung des Textes mit Kenntnissen über die arabische Welt mag Schneider der Autorin nicht übelnehmen.
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