Aus dem Englischen von Karola Bartsch, Gabriele Gockel, Barbara Steckhan. Sein Königreich liegt in einer Region, die er selbst als "ruppige Nachbarschaft" beschreibt. Seine Abstammung führt er auf den Propheten Mohammed zurück und seine Ausbildung hat er in den besten Schulen Englands und Amerikas genossen. Als Vermittler zwischen Israelis und Palästinensern versucht er einen Balanceakt, dessen Scheitern auch sein Land mit in den Abgrund ziehen könnte. Abdullah II., seit elf Jahren König von Jordanien, steht vor schwierigen Aufgaben. Erstmals äußert sich das amtierende Staatsoberhaupt nun ausführlich über sein Leben, seine Familie, die Geschichte seines Landes und über seine politischen Vorstellungen. Abdullah II. warnt eindringlich vor der Eskalation der Gewalt, sollte es nicht bald zu einer ernst gemeinten Annäherung der völlig zerstrittenen Parteien im Nahostkonflikt kommen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 01.08.2011
Relativ unbeeindruckt zeigt sich Heiko Flottau angesichts dieser Autobiografie von Jordaniens König Abdullah II. Das königliche Werk, das seiner Vermutung nach weitgehend vom königlichen Mitarbeiterstab verfasst wurde, wirkt auf ihn vor allem wie eine "PR-Aktion" zur Sicherung des Thrones. Dabei zeigt er durchaus Verständnis dafür, dass der König nicht "ganz ehrlich" sein kann, etwa wenn es um das angespannte Verhältnis zu seinem beim Volk beliebteren Bruder geht. Andererseits hätte er sich schon ein wenig mehr Aufrichtigkeit im Blick auf die eigenen Reformbemühungen oder Probleme der jordanischen Gesellschaft gewünscht. Immerhin scheint ihm die Klage des Königs über das Scheitern seiner Bemühungen im Friedensprozess im Nahen Osten und die israelische Siedlungspolitik nachvollziehbar. Dies entbindet den König nach Ansicht des Rezensenten freilich nicht davon, sich den Forderungen nach Demokratie in der arabischen Welt zu stellen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.03.2011
Wie König Abdullah von Jordanien von der Geschichte einmal beurteilt wird, ist derzeit, stellt Wolfgang Günter Lerch fest, noch nicht abzusehen - zum legendären Ruf, den sein Vater, König Hussein, sich erwarb, fehlt derzeit jedenfalls noch recht viel. Bei der Lektüre der Autobiografie stellt der Rezensent allerdings einige Parallelen fest, von angelsächsischer Ausbildung bis zur Liebe zum Sport. Wichtig ist dem Regenten die Balance zwischen Islamgläubigkeit und Aufgeschlossenheit für die Moderne - die prononciert islamische Opposition wird im Land ausdrücklich geduldet, dadurch aber auch in Schach zu halten versucht. Die Skepsis, mit der König Abdullah II. Die Chancen für den Frieden im Nahen Osten betrachtet, spricht, so Lerch, schon aus dem Titel. Was der Rezensent vom Buch hält, sagt er nicht ausdrücklich; er hat es offenbar aber mit Interesse gelesen.
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