Zwei der besten Kenner der Kölner Stadt- und Bistumsgeschichte gehen über fast zwei Jahrtausende den Spuren der Kölner Mitra-Träger nach. Im Jahr 313 lässt sich der erste Bischof nachweisen: Maternus. Alle haben ihr Amt seitdem in wechselnden Zeiten sehr unterschiedlich ausgeführt. Ihre Zeit und ihre Umwelt, die politischen und die wirtschaftlichen Verhältnisse sezten immer wieder neue Rahmenbedingungen. Einige Bischöfe haben kaum Spuren hinterlassen, andere ihre Zeit regelrecht durchpflügt. Keiner hat keine Spuren zurückgelassen, aber jeder andere. Von ihnen allen berichtet dieses Buch. Jeder Kölner Diözesanbischof vom heiligen Maternus bis zum heutigen Kardinal Joachim Meisner wird mit den relevanten Lebens-, Weihe- und Amtsdaten vorgestellt, vor allem aber auch als Spiegel seiner Zeit und als handelnde Person. Das Buch erzählt so unsere Bistums-, Stadt- und Kirchengeschichte anhand von Personen und stärkt damit das historische Wissen und die heutige Orientierung.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 20.12.2013
Der Historiker Heinz Finger und der Theologe Manfred Becker-Huberti haben sich zum tausendsiebenhundertsten Jubiläum des Bistums Köln zusammengerauft und die bisher 94 "Oberhirten von Köln" unter die Lupe genommen, berichtet Rudolf Neumaier. "Kölns Bischöfe von Maternus bis Meisner" heißt das Ergebnis und es eignet sich dank des ausdrücklichen Überblickscharakters - sechs Seiten widmen die Autoren jedem Bischof höchstens - hervorragend für einen Seiteneinstieg in die Kirchengeschichte, meint der Rezensent. Was einmal mehr deutlich werde: ein Kirchenamt befreit nicht von menschlichen Gelüsten, weder erotischen noch politischen - und gerade letztere waren oft Grund genug, um rigide Dogmen der Kirche wenigstens einstweilen auszusetzen, lernt Neumaier aus der Lektüre.
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