Manfred Berg

Amerikas Demokratie

Eine kurze Geschichte von der Unabhängigkeit bis Donald Trump
Cover: Amerikas Demokratie
Klett-Cotta Verlag, Stuttgart 2026
ISBN 9783608989090
Gebunden, 240 Seiten, 25,00 EUR

Klappentext

Amerikas Demokratie ist die älteste der modernen Welt und weist eine beeindruckende Kontinuität auf - doch mit der Präsidentschaft Donald Trumps ist sie in eine existenzielle Krise geraten. Manfred Berg zeichnet in seinem Buch die wechselvolle und faszinierende Geschichte der amerikanischen Demokratie von ihren Ursprüngen bis in unsere durch extreme Polarisierung der Politik und Gesellschaft geprägte Gegenwart nach. Von der kolonialen Selbstregierung bis zur unmittelbaren Gegenwart unter Trump zieht Manfred Berg eine kritische Bilanz der amerikanischen Demokratiegeschichte. Er zeigt, wie sich Amerikas Demokratie zwischen Anspruch und Realität, Selbstbild und globaler Wirkung entfaltete - und wie sie heute unter Druck steht. Ein Blick auf die politische Krise der Gegenwart, der auch Europa betrifft, und eine erste Bestandsaufnahme der zweiten Amtszeit Donald Trumps.

Buch in der Debatte

9punkt 05.05.2026
In den USA brechen gerade sehr viele Gewissheiten weg, erklärt der Historiker Manfred Berg im NZZ-Interview mit Marc Tribelhorn. Das trifft vor allem das Selbstverständnis als Einwanderungsgesellschaft des "land of the free". "Über die längste Zeit ihrer Geschichte waren die USA eine von Euroamerikanern geprägte Gesellschaft. Nun erleben sie eine 'Hautfarbenrevolution', wie es der Historiker James Patterson formuliert hat. In der multiethnischen Demokratie wird die weiße Mehrheit allmählich ihre Vormachtstellung verlieren, so lauten jedenfalls alle demografischen Prognosen. Das löst Abstiegsängste aus. Und die Frage: Ist der Multikulturalismus ein taugliches Modell nationaler Integration?" Also ein Ende der "Schmelztiegel"-Folklore? "Der Schmelztiegel war immer ein Mythos. Doch die Globalisierung, die zur Deindustrialisierung ganzer Landstriche geführt hat, und die gleichzeitige Massenimmigration haben die Probleme verschärft. Noch bis in die 2000er Jahre gab es einen parteiübergreifenden Konsens: Der Wirtschaftsflügel der Republikaner wollte billige Arbeitskräfte, und viele Demokraten fanden, es gebe ein Menschenrecht auf Einwanderung, ob legal oder illegal. Es ist ein Phänomen, das wir auch in Europa kennen. Hier wie dort stießen die Rechtspopulisten in die Lücke." Unser Resümee

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