Manfred Bierwisch, Uwe Johnson

Das Nibelungenlied

In Prosa übertragen von Uwe Johnson und Manfred Bierwisch
Cover: Das Nibelungenlied
Insel Verlag, Frankfurt am Main 2006
ISBN 9783458348337
Taschenbuch, 261 Seiten, 9,00 EUR

Klappentext

Das Nibelungenlied ist das bekannteste deutsche Heldenepos - der deutscheste aller deutschen Stoffe. Jedes Kind kennt Siegfrieds Tarnkappe und seine Haut aus Drachenblut, das Schwert Balmung, den Schatz der Nibelungen. Die hochdeutsche Fassung von Uwe Johnson und Manfred Bierwisch zeichnet sich durch eine enge Orientierung am Originaltext und durch sehr gute Lesbarkeit aus und ist damit sowohl für den "Hausgebrauch" als auch für Schule oder Universität geeignet.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 14.06.2006

Einfach "sensationell" sei diese Übersetzung des Nibelungenliedes aus dem Mittelhochdeutschen durch einen großen Dichter wie Uwe Johnson, meint Rezensent Peter Wapnewski. Aus zweierlei Gründen ist sie unvergleichlich und unvergleichbar mit anderen Übertragungen des Nibelungenliedes in modernes Deutsch. Zum einen sei es eine Prosaübersetzung ohne Strophenform, zum anderen bewege sie sich in freischwebender Distanz zum Original. Johnson und Bierwisch haben aus Sicht des Rezensenten ein "Kunst-Stück sui generis" geschaffen, das sich nicht neben, sondern vielmehr im gleichberechtigten Wechselspiel mit dem Original behauptet. Uwe Johnsons nun zum ersten Mal unter seinem Namen veröffentlichtes Nachwort gebe zudem den Stand der damaligen Forschung rechtschaffen wieder, im Stile eines "tüchtigen Oberseminarmitglieds".

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 10.05.2006

In seiner Kurzkritik zeigt sich Christian Thomas erfreut, dass die in den 1950er Jahren in Leipzig entstandene Übertragung des Nibelungenliedes durch Uwe Johnson und Manfred Bierwisch jetzt wieder greifbar ist. Er findet, die Übersetzung unternimmt "Kühnes", nicht zuletzt weil sie "sehr frei" ist und auch keine Scheu vor "Auslassungen" zeigt. Vor allem aber sei diese Übertragung keine neuerliche Interpretation des Nibelungenliedes als "revanchistisches Kultbuch" mit einem vorgeblichen "urdeutschen Tugendkatalog", sondern stelle in seiner auf "Feindseligkeit" als Schlüsselbegriff rekurrierenden Übersetzung "feudale Lebensbilder" dar, so der Rezensent hochzufrieden.

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