Der Kult des Sonnengottes Mithras verbreitete sich seit der frühen Kaiserzeit im gesamten Imperium Romanum. Er versprach den Menschen Hilfe im Alltag und Erlösung nach dem Tod. Vor allem unter römischen Soldaten war die Religion sehr verbreitet - die Zeugnisse dafür finden sich im gesamten Mittelmeerrau bis nach Gallien und Germanien hinein. Die Mithras-Verehrung stand lange Zeit in unmittelbarer Konkurrenz zum Christentum und wurde erst seit dem 4. Jahrhundert n. Chr. allmählich vom christlichen Glauben verdrängt. Im Mittelpunkt des Kultes stand die rituelle Tötung eines Stiers durch Mithras, die wir von zahlreichen Reliefs aus den Mithräen im gesamten Imperium kennen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.01.2013
Ein bisschen wundert sich der rezensierende Althistoriker Karlheinz Dietz schon darüber, wie beharrlich hier bereits veröffentliches Wissen wieder aufgewärmt wird, wenn auch ergänzt und erweitert um neueste Forschung. Der bereits 1990 erschienene Band des Althistorikers Manfred Clauss befasst sich laut Dietz mit den Mithras-Mysterien, indem er sämtliche astrologischen Deutungen verwirft und auf harte, archäologische Fakten setzt. So interessant der Rezensent alle geistreiche Theorie und Deutung findet, von der der Band eher frei ist, so klar ist für ihn, dass Clauss noch immer die beste Einführung zum Thema bietet.
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