Genau genommen gab es ihn schon im römischen Reich - den Euro. Schließlich waren die Dinare nicht nur in Rom selbst, sondern auch in Wien und in London, in Kairo und Mainz gültig. Das war sinnvoll, weil die Legionäre sonst schwere Last mit sich tragen mussten, um sie in den entlegenen Provinzen gegen Verpflegung zu tauschen. Dass dabei der Handel vor Ort sich durch die bis dahin unbekannte Münzwährung auch veränderte, war für die Römer ein gewünschter Nebeneffekt: So konnten die einheimische Bevölkerung und die römischen Ansiedelungen eine stärkere und reibungslosere Verbindung miteinander eingehen. Diese Neuerung war nur eine von vielen, die durch die Römer installiert wurden. Das zeigt im Landesmuseum Mainz nun die große Ausstellung "Die Römer und ihr Erbe - Fortschritt durch Innovation und Integration". Die Michael J. Klein kuratierte Schau macht mit eigenen Exponaten der Sammlung und vielen internationalen Leihgaben die nachhaltigen Auswirkungen der römischen Präsenz am Rhein deutlich.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 29.03.2003
Karl Christ fand die Lektüre sehr interessant und lehrreich, fragt aber, ob es denn wirklich so speziell sein musste. Schließlich erscheine dieser Band begleitend zu der Ausstellung, mit der das Landesmuseum Mainz sein 200-jähriges Bestehen begeht. "Die Römer und ihr Erbe" - dazu gehöre sicher das Studium von Schwertern und Tafelgeschirr aus dem Rhein, ein historischer Überblick des römischen Mainz' und die Beschäftigung mit archäologischen Sammlungen. Auch die ausführliche farbige Bebilderung sei sehr willkommen. Nur hätte dem Buch ein "Gesamtbild im Sinne der gewählten, anspruchsvollen Thematik", zur Erdung der vielen Spezialstudien gut zu Gesicht gestanden, befindet Christ.
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