Keine Schlacht der Antike hatte so weitreichende Bedeutung für die deutsche Geschichte wie die Varusschlacht im Teutoburger Wald. Der Bestsellerautor Peter Arens erzählt anhand neuester Forschungsergebnisse alles, was man über die Schlachten aller Schlachten wissen muss. "Varus, Varus, gib mir meine Legionen zurück", soll der römische Kaiser Augustus ausgerufen haben, nachdem der Cheruskerfürst Arminius im Jahre 9 n. Chr. die römischen Truppen des Feldherrn Quinctilius Varus vernichtend geschlagen hatte. Damit waren die Weichen gestellt: Nie wieder würde das Römische Reich diesseits des Rheins Fuß fassen, in Germanien mussten die Römer zum ersten Mal die Grenzen ihrer Macht erkennen. Der Anfang vom Ende des Römischen Reichs hatte begonnen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 07.05.2009
Im Rahmen einer Sammelrezension von Neuerscheinungen über die Schlacht im Teutoburger Wald vor 2000 Jahren geht Rezensent Thomas Speckmann auch kurz auf Peter Arens Buch "Kampf um Germanien" ein. Besonders interessiert ihn der Darstellung der Folgezeit der Schlacht, schließlich gaben die Römer nach der Niederlage des Varus keinesfalls auf. Er hebt Arens Einschätzung des Ringens um Germanien als den ersten dreißigjährigen Krieg auf deutschem Boden hervor. Allerdings weist er auf neueste archäologische Funde im Kreis Northeim hin, die belegen, "dass sogar noch zwischen 230 und 235 n. Chr. Römer gegen Germanen auf rechtsrheinischem Gebiet gekämpft haben". Die militärischen Auseinandersetzungen dürften in seinen Augen daher wesentlich länger als die von Arens behaupteten dreißig Jahre gedauert haben. Die Folge, so Speckmann: "Im römisch beherrschten Süddeutschland wurden Villen mit Fußbodenheizung gebaut, im Norden sollte es für Jahrhunderte keine einzige Stadt geben."
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