Herausgegeben von Doris Hegner und Bernd M. Scherer im Auftrag vom Haus der Kulturen der Welt, Berlin. Mit 20 Schwarz-Weiß- und 40 Farbabbildungen. Der Autor Manthia Diawara zeigt, welch aufregende Entwicklung sich seit den 1990er Jahren im afrikanischen Kino vollzieht. Im Fokus des essayistisch gehaltenen Textes stehen die neue Filmsprache, die Produktionsweisen, die Filmindustrie und der Trend weg vom Nationalismus und sozialen Realismus. Textbeiträge von Filmemachern, Produzenten und Filmwissenschaftlern sowie Porträts der dreißig wichtigsten afrikanischen Regisseure und ihrer Filme spiegeln die aktuellen Trends des afrikanischen Films.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.07.2010
Für den Rezensenten Bert Rebhandl ist dieser Band über das afrikanische Kino ein Treffer. Er freut sich, dass der Autor in einem höchst anschaulichen Bericht über das panafrikanische Filmfestival Fespaco von 2009 dem europäischen Leser einen seltenen Einblick in das afrikanische Filmschaffen gibt. Im zweiten Teil, der in Berlin angesiedelt ist, stellt Diawara überdies sein Thema in den Kontext von "Auslandpolitik" und "Entwicklungshilfe", was in den Augen Rebhandls zu interessanten und differenzierten Urteilen führt. Dass dem Band eine umfassende Filmografie und die Dokumentation eines Podiumsgesprächs in Berlin beigegeben sind, macht die Sache für den zufriedenen Rezensenten rund.
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