Nach der Novelle von Arthur Schnitzler gestaltet Manuele Fior ganz im Stil der Wiener Sezession sein neues Album. Um ihren Vater vor dem drohenden Bankrott zu retten wendet sich Fräulein Else an den reichen Kunsthändler Dorsay. Dieser willigt einem Darlehen zu, aber unter einer Bedingung: Else nackt sehen zu dürfen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 15.09.2010
Ein überraschter und beglückter Christoph Haas preist Manuel Fiors Comic-Adaption von Arthur Schnitzlers "Fräulein Else", und er findet, dass der Zeichner sogar das 1924 entstandene Original übertroffen hat. Die Geschichte von Else, die wegen einer Geldschuld des Vaters an einen ihr widerwärtigen alten Mann "verkauft" werden soll, ist bei aller Virtuosität, mit der Schnitzler die Gefühle und Gedanken seiner Protagonistin darstellt, um einiges zu lang, meint der Rezensent. Fiors Comic-Umsetzung unternimmt die nötigen Straffungen und schafft gegenüber der Vorlage, die mitunter "überdeutlich" daherkommt, "Assoziationsräume", lobt Haas. In den Zeichnungen entdeckt der begeisterte Rezensent eine gelungene Mischung aus Fin-de-Siecle-Ästhetik und karikaturistischer Drastik, und so preist er dieses "erstaunliche Album" als rundum gelungen.
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