Insel Verlag, Berlin 2026
ISBN
9783458645894 Gebunden, 349 Seiten, 25,00
EUR
Klappentext
Aus dem Französischen von Thomas Brovot. Am malerischen Genfersee wird der Bestsellerautor und Abenteurer Marceau Miller tot am Fuß einer Felswand aufgefunden. Seine Frau Sarah, ungestüm und naturverbunden, ist als Einzige überzeugt, dass es kein Unfall war: Vor zwanzig Jahren führte ein tragisches Ereignis sie schon einmal in diese Gegend, und nun hat Marceau ein letztes Manuskript hinterlassen, das ein lebenslanges Geheimnis enthüllen soll - enthält es auch den Grund seines Todes? Von der lokalen Polizei im Stich gelassen, begibt sich Sarah auf den Gipfeln und in den dichten Wäldern, auf den Wassern des Genfersees und gar in den eigenen vier Wänden auf eine Spurensuche, die sie alles - und jeden um sie herum - in Frage stellen lässt. Eine rasante Ermittlung setzt ein, die keine Verschnaufpause erlaubt, denn das Manuskript ist verschwunden! Wem kann sie noch vertrauen? Und wer ist ihr Mann, wer ist dieser Marceau Miller eigentlich gewesen?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.07.2026
Rezensentin Lena Bopp unterhält sich gut mit den Spiegelspielen des hinter dem Pseudonym arbeitenden Autors Marceau Miller, der sich in diesem Krimi praktischerweise als höchst rätselhafter Charakter selbst verewigt hat. Nach dem Ableben des Autors im Roman deckt die nicht an seinen natürlichen Tod glaubende Witwe in 52 Kapiteln allerhand ernüchternde Geheimnisse auf, die die Realität als vollkommen unzuverlässig erscheinen lassen, erklärt Bopp. Eine gewisse sadistische Lust kann Bopp dem Verfasser des Buches nicht absprechen, denn hier bleibt kein Stein auf dem anderen, erkennt sie. So dramatisch die Atomisierung einer Existenz sich für die Witwe und den Leser darstellt, für Bopp ist es auch spannend und lesenswert.
Lena Schätte: Das Schwarz an den Händen meines Vaters Motte wird sie von ihrem Vater genannt. Eigentlich hat sie sogar zwei Väter: den einen, der schnell rennen kann und sich auf alle Fragen eine Antwort ausdenkt. Und den anderen,… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Angelika Klüssendorf: Trost 2022. Angelika Klüssendorf erzählt von Liebe, Entzweiung und der Sehnsucht nach Zugehörigkeit. Rita, Meisterin darin, sich in die falschen Männer zu verlieben, fällt plötzlich…