Mareike Fallwickl

Dunkelgrün fast schwarz

Roman
Cover: Dunkelgrün fast schwarz
Frankfurter Verlagsanstalt, Frankfurt am Main 2018
ISBN 9783627002480
Gebunden, 480 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

Raffael, der Selbstbewusste mit dem entwaffnenden Lächeln, und Moritz, der Bumerang in Raffaels Hand: Seit ihrer ersten Begegnung als Kinder sind sie unzertrennlich, Raffael geht voran, Moritz folgt. Moritz und seine Mutter Marie sind Zugezogene in dem einsamen Bergdorf, über die Freundschaft der beiden sollte Marie sich eigentlich freuen. Doch sie erkennt das Zerstörerische, das hinter Raffaels stahlblauen Augen lauert. Als Moritz eines Tages aufgeregt von der Neuen in der Schule berichtet, passiert es: Johanna weitet das Band zwischen Moritz und Raffael zu einem fatalen Dreieck, dessen scharfe Kanten keinen unverwundet lassen. Sechzehn Jahre später hat die Vergangenheit die drei plötzlich wieder im Griff und alles, was so lange ungesagt war, bricht sich Bahn - mit unberechenbarer Wucht.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.06.2018

Rezensent Martin Halter erkennt die Routine, aber nicht das Naturtalent in Mareike Fallwickls Debütroman. Die im Text behandelte Dreiecksbeziehung und ihre Konfliktlinien findet er schlicht und vorhersehbar, zu sehr für ein so dickes Buch. So ambitioniert er die Erzählkonstruktion mit Rückblenden, Multiperspektivik und Vielstimmigkeit findet, so problematisch scheint ihm das große Potpourri an aufgegriffenen Themen und Fallwickls "laute" Schreibe. Alles im Text ist ein bisschen zu groß und grell, findet Halter, Gefühle, Bedeutungen, Wörter, Metaphern.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 23.04.2018

Christoph Schröder hält Mareike Fallwickls Roman über eine Männerfreundschaft für ganz und gar nicht überzeugend. Dass die Autorin mehr will als ihr an erzählerischem Talent zur Verfügung steht, merkt er schnell. Den angepeilten großen Gefühlen und Bildern entsprechen laut Schröder im Buch bloß banale Figurenkonstellationen, Stereotypen und Klischees aus Frauenzeitschriften sowie Behauptungen der Figurenpsychologie statt ihrer erzählerischen Ausführung. Passagen mit ruhigem Beobachtungston und Spannung entdeckt der Rezensent nur ganz wenige im Buch.

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