Aus dem Polnischen von Paulina Schultz. Breslau, 1937. In einem heruntergekommenen Hotel wird eine junge Frau ermordet aufgefunden. Auf der Jagd nach dem Mörder kommt Mock mit der Unterwelt, aber auch mit höchsten gesellschaftlichen Kreisen in Berührung. Als er zwei Jahre später, mittlerweile nach Lemberg versetzt, zusammen mit Kommissar Popielski ein Ungeheuer jagt, das wie der Minotauros Jungfrauen tötet, kommt ihm sein früherer Fall wieder in den Sinn.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.04.2012
Recht angetan zeigt sich Marta Kjowska vom letztem Teil von Marek Krajewskis erfolgreicher Krimireihe um den Ermittler Eberhard Mock. Ein bestialischer Mord an einer jungen Frau in einem Breslauer Hotel im Jahr 1937 bildet hier den Ausgangspunkt für eine abgründige Krimihandlung, die Mock nach Lemberg führt, wo er zusammen mit seinem polnischen Kollegen nach dem Täter jagt. Kjowska schätzt die düstere Atmosphäre, die Krajewski vor dem Hintergrund des aufkommenden Faschismus erzeugt. Besonders hebt sie die präzise historische und topographische Beschreibung Lembergs hervor. Weniger überzeugend findet sie die Idee, dass Mocks polnischer Kollege eine fast "klonartige Ähnlichkeit" zu diesem aufweist. Ein deutlicherer Kontrast hätte in ihren Augen hier für mehr "Spannung oder Komik" sorgen können.
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