Herausgegeben von Ralf Georg Czapla und Franca Victoria Schankweiler. Als August Wilhelm von Schlegel nach dem Tod Madame de Staëls als Professor an die vom Preußenkönig Friedrich Wilhelm III. 1818 neu gegründete Universität Bonn berufen wurde, benötigte er zuverlässiges Dienstpersonal für das herrschaftliche Bürgerhaus, das er auf der Sandkaule angemietet hatte. In der gebürtigen Bonnerin Maria Löbel fand der eitle Gelehrte eine zuverlässige Kraft, die trotz des unterschiedlichen Bildungsstands für ihn zur Vertrauten und Ratgeberin wurde. In seinen Briefen, die er ihr von seinen Reisen nach Paris, Berlin und London schrieb, zeigt sich der gegenüber Kollegen mitunter schroffe und spöttische Schlegel einfühlsam, fürsorglich und liebevoll.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.12.2012
Eine kleine Notiz nur verfasst Jürgen Kaube zu diesem offenbar recht instruktiven Einblick in einen deutschen Gelehrtenalltag aus dem frühen 19. Jahrhundert. Der arme Schlegel war von seiner schönen jungen Frau Sophie Paulus schmählich verlassen worden, die "Jungfer Marie Löben" war sein alltäglicher Bezugspunkt, mit der er allerlei Alltägliches zu klären hatte, von Weinbestellung bis zur Pflege seiner 31 Perücken. Denn, so Kaube, er war ein Geck.
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