Mit Illustrationen von Mattias De Leeuw. Aus dem Flämischen von Andrea Kluitmann. Unser Haus ist zu klein geworden, sagt Mama. Ich weiß, dass das nicht stimmt. Häuser können nicht schrumpfen. Hendriks Familie zieht um, doch Hendrik will nicht mit. Er will weiter in der Nähe seines besten Freundes Berkan wohnen. Die beiden hauen ab. Aber der Koffer, den sie dabei haben, ist viel zu schwer. Und schon bald bekommen sie Hunger. Zum Glück gibt es beim Aperitifkonzert der Musikschule leckere Häppchen. Dann treffen sie Pia, deren Familie in einer Kirche wohnt. Hendrik hat eine geniale Idee: Pias Familie könnte doch in das neue Haus ziehen! Gemeinsam machen sie sich auf den Weg. Unterwegs retten sie einen Hund und erleben kleine Abenteuer in einer großen Stadt.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 24.05.2019
Rezensentin Andrea Duphorn empfiehlt das neue Kinderbuch "Hendrik zieht nicht um" der belgischen Autorin Marian de Smet. Der achtjährige Hendrik will nicht in ein neues Haus ziehen, sondern dieses lieber dem obdachlosen Mädchen Pia aus dem Irak schenken, damit ihre Familie nicht abgeschoben wird. Also unternehmen die beiden mit Hendriks bestem Freund einen abenteuerlichen Ausflug, um Pia das Haus zu zeigen. Duphorn hebt das Feingefühl der Autorin hervor, die die Gemütszustände ihrer jungen Protagonisten "warmherzig und einfühlsam", aber auch subtil beschreibt. Außerdem lobt sie die "stimmungsvollen" Aquarell-Illustrationen von Mattias De Leeuw, die das Geschehen noch näher an den Leser heranrücken.
Was Heimat bedeutet, erfährt Rezensentin Katrin Hörnlein in kindgerechter Sprache formuliert, in leise, warme Töne verpackt und in feinsinniges Deutsch übertragen von Andrea Kluitmann bei Marian De Smet. Einen drohenden Um- und Wegzug und das folgende Abenteuer vom Verschwinden inszeniert De Smet laut Hörnlein ohne allzu große Dramatik, sondern auf Augenhöhe mit den 8-jährigen Helden und ihrer Logik. Wie die Kinder auf sich gestellt die eigene Stadt (irgendwo in Belgien) neu erfahren, kann die Autorin nachvollziehbar erzählen, meint die Rezensentin, auch wenn ihr die Parallelisierung von Umzugserfahrung und Fluchterfahrung, wie sie im Text auch vorkommt, gewagt vorkommt.
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