Bart Somers

Zusammen leben

Meine Rezepte gegen Kriminalität und Terror
Cover: Zusammen leben
C.H. Beck Verlag, München 2018
ISBN 9783406720406
Kartoniert, 217 Seiten, 14,95 EUR

Klappentext

Aus dem Niederländischen von Gerd Busse. Die belgische Stadt Mechelen war mal ganz unten, verwahrlost und kriminell. Ihr Image: die dreckigste Stadt Belgiens. Doch Bart Somers hat sie wieder aufgerichtet - mit einer verblüffenden Doppelstrategie: Null-Toleranz und Multikulti. Im Jahr 2016 wurde Bart Somers in London vom Weltverband der Bürgermeister zum "besten Bürgermeister der Welt" gewählt. Somers ist in seiner Stadt Mechelen gelungen, was in den meisten Städten mit sozialen Brennpunkten nur selten gelingt: Er hat die Kriminalitätsrate dramatisch gesenkt, und trotz 128 Nationalitäten und 20 Prozent muslimischem Bevölkerungsanteil klappt in seiner Stadt die Integration. Aus der ganzen Region von Antwerpen und Brüssel bis zur Nachbarstadt Vilvoorde sind bislang mehr als 500 Jugendliche zum IS aufgebrochen. Und aus Mechelen? Niemand. Wie Somers das alles geschafft hat, davon erzählt dieses Buch.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 07.02.2019

Rezensent Thomas Speckmann gratuliert dem niederländischen Bürgermeister Bart Somers zur gelungenen Zero-Tolerance-Politik, die der Autor des Buches als Bürgermeister der Stadt Mechelen in der Provinz Antwerpen vorzuweisen hat. Wie Multikulti bei gleichzeitiger Null-Toleranz gegen Kriminalität und islamistischen Terror zu einer inklusiven Gesellschaft führen kann, vermag Somers dem Rezensenten zu erläutern, indem er Brennpunkte und Erfahrungen in seiner Stadt mit 130 Nationalitäten und Rezepte zur Wiederherstellung der öffentlichen Ordnung benennt. Somers' erfolgreiche Umsetzung von Giulianis "Broken Windows"-Konzept gegen Rassismus, Segregation und Diskriminierung scheint Speckmann schwer beeindruckt zu haben.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 19.04.2018

Rezensent Jörg Scheller empfiehlt das Buch des Mechelener Bürgermeisters Bart Somers. Zu lernen ist laut Rezensent, wie das Zusammenleben einer multiethnischen Gemeinschaft zu organisieren ist. Somers Handeln als liberaler Politiker, sein "kontraintuitiver" Ansatz, imponiert Scheller. Für den Rezensenten ein Plädoyer für Pluralismus und Inklusion. Dass der Autor sein Ziel u.a. mit Videoüberwachung und unter Erhöhung der Zahl der Polizisten in seiner Stadt erreichte, nimmt Scheller hin. Der Autor wandele auf einem schmalen Grat zwischen Polizei-, Nanny- und Nachtwächterstaat, meint er. Das Ideal des Autors sei aber die Diversität, versichert Scheller.

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