Allegorisierend und alliterierend, lapidar und artifiziell ist der Ton der Verse im vorliegenden Gedichtband. Stets getragen von großer Musikalität, schaffen die Gedichte Marie-Therese Kerschbaumers höchst anschauliche Bilder -und ikonografische Gedanken-Welten über Liebe und Tod, über Natur und Mensch-SEIN.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 31.08.2006
In der vorliegenden Gedichtsammlung "Wasser und Wind" vereinen sich sämtliche traditionellen Strömungen, von der Minnelyrik über Petrarca bis zu H.C. Artmann zu einer fließenden, elegischen Naturlyrik, die es verstehe, auf den Klaviaturen ihrer Vorbilder zu spielen ohne die Unterschiede zu verwischen, schwärmt Jandl. Marie-Therese Kerschbaumer, die ihr Schreiben der "großen Metapher" vom Wasser gewidmet hat, kam kurz vor Kriegsende nach Tirol und studierte später bei dem bekannten Linguisten Roman Jakobson. In ihren zum Teil autobiografischen Werken gehe es immer wieder um den "transatlantischen Wechsel" von Utopie und Enttäuschung, notiert Jandl, denn auch in der Poesie bleibe die Autorin politisch.
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