Aus dem Englischen von Susanne Kuhlmann-Krieg. Werden mathematische Erkenntnisse erfunden oder werden sie entdeckt? Diese Frage bildet den roten Faden, an dem der Astrophysiker Mario Livio durch die Geistesgeschichte des mathematischen und naturwissenschaftlichen Denkens führt. Zugleich wirft sein Buch einen Blick auf die Lebensgeschichten und die Erkenntnisse großer Denker wie Pythagoras, Platon, Newton und Einstein. Von der Antike bis in unsere Tage haben sich Wissenschaftler und Philosophen darüber gewundert, wie eine so abstrakte Disziplin wie die Mathematik die Natur derart perfekt erklären kann. Sogar mehr als das: Mathematiker haben oft Voraussagen gemacht, etwa über die Existenz bestimmter Teilchen, die sich später als richtig erwiesen haben.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.09.2010
Knotentheorie, aha. Aber dass sich zum Beispiel von den x Arten, einen Schlips zu binden, leicht auf Stringtheorie und Erbgutanalyse kommen lässt, ist ja auch eigentlich klar. Thomas de Padova muss das erst lernen. Am besten in diesem Buch von Mario Livio, der, wie der Rezensent weiß, nicht nur ein Gespür für Fragen und einen immensen Horizont hat und die Tugend der Recherche beherrscht, sondern sich auch in der Geschichte des mathematischen Denkens auskennt. So lernt der Rezensent Erstaunliches über die Erklärungskraft der Mathematik.
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