Aus dem Französischen von Anja Biemann. Marion Fayolle hinterfragt in "Die schwebenden Liebenden" die Empfindung der Liebe durch eine Erzählung, die als "musikalische Komödie" konstruiert ist. Ihre Figuren tanzen im wahrsten Sinne durch die Seiten. Sie erfahren auf diese Weise ihre Beziehungen zu anderen und loten dabei ihre Gefühle aus. Der Surrealismus flirtet mit Poesie, und die Worte ziehen vorüber ...
Die schwebenden Liebenden ist ein Ufo, im Überformat und über ein Kilogramm schwer!
Rezensent Ralph Trommer ist ganz hingerissen von Marion Fayolles Graphic Novel über eine Beziehung zwischen Mann und Frau, Beziehungen zwischen Männern und Frauen im Allgemeinen. In ihren Bildern, erklärt Trommer, greift Fayolle Redewendungen auf und visualisiert Gefühle und Bedürfnisse. Ihre Figuren sind optisch nur durch Haar und Kleidung voneinander zu unterscheiden und ihr Zeichenstil ist simpel, reduziert, kaum räumlich, sodass die Darstellungen einen theatralischen Anschein bekommen. Dieser Eindruck wird verstärkt durch die bühnengerechte, stark poetisierte Sprache, in der die Protagonisten ihre Emotionen ausdrücken. Mit Wertungen hält sich Fayolle gänzlich zurück, lässt lieber die Figuren sprechen, die sich von Bild zu Bild auf einander zu und voneinander wegtanzen, manchmal plötzlich anfangen zu singen. Dabei befreit sich Fayolle von der klassischen Panel-Gliederung, was Trommer originell und "innovativ" findet. Eine geistreiche, liebevolle und leichtfüßig erzählte Geschichte, so der Rezensent.
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