Aus dem Englischen von Kevin Vennemann. Der Band versammelt Texte über die digitalen Medien, die unseren Alltag erobern: YouTube, Reality-TV, Internet-Pornografie. In einem der Essays schildert er, wie schwer es für einen mit Rock sozialisierten weißen Ostküstenakademiker ist, Rappen zu lernen. Immer wieder scheitert er daran, 17 Silben in zwei Takten Musik unterzubringen.
Rezensent Maik Söhler weiß diesen Essayband von Mark Greif sehr zu schätzen. Er attestiert dem Historiker und Kulturwissenschaftler die Fähigkeit, dialektisch zu denken, ohne je den Hegel zu geben oder dogmatisch zu werden. Beeindruckend findet er insbesondere, wie der Autor populäre Themen wie Rap, Reality-TV oder sexualisierte Jugendliche aufnimmt, sich aber einem simplen Zugriff verweigert. Besonders hebt er Greifs kritischen Medienbegriff, der auch Aspekte wie Sex und Geld umfasst, hervor. Damit gelingt es dem Autor nach Ansicht Söhlers, ein über Politik und Ökonomie hinausgehendes kritisches Bewusstsein zu entwickeln. Das Fazit des Rezensenten: ein höchst anregendes Plädoyer für die "Weiterführung der Aufklärung".
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