Er gilt - nach Hitler - als das größte menschliche Ungeheuer der Geschichte. Mehr als 20 Millionen Menschen verloren während seiner Gewaltherrschaft ihr Leben. Gleichzeitig wurde er zum Übervater stilisiert, zum allwissenden und gerechten Lenker des Sowjetvolkes. Dieses Buch erzählt die Geschichte der Sowjetunion unter Stalin.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 02.02.2009
Sehr beeindruckt ist Jürgen Zarusky von diesem Band, der mit einer Fülle von Fotografien Stalins "despotische, chauvinistisch-imperialistische und antisemitische" Ära dokumentiert. Zusammengestellt hat sie der französische Fotograf Mark Grosset, der dabei nicht nur eine Vielzahl klassischer Aufnahmen, etwa von Jewgenij Chaldej, verwendet hat, wie Zarusky informiert, sondern auch Bilder aus dem Gulag, die die Organisation Memorial beigesteuert hat. Besonders gut gefällt dem Rezensenten, dass die Bilder nie in eine verharmlosende Alltagsperspektive abglitten. Angesichts der strikten Zensur, die in der Sowjetunion herrschte, weist Zarusky darauf hin, dass nicht alle Aspekte des sowjetischen Lebens hinreichend repräsentiert sein können, dies machten allerdings die Texte des Historikers Nicolas Werth wieder wett: Diesen Bildband muss man auf jeden Fall auch lesen."
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 13.01.2009
Einen "beeindruckenden" Band mit einer großen Auswahl "faszinierender und gleichzeitig unheimlicher" Fotos aus der Sowjetunion Stalins stellt Rezensent Cord Aschenbrenner vor. Insofern "gelungene" Propaganda immer auch einen wahren Kern habe, dokumentiere der Band Aschenbrenner zufolge einerseits durchaus auch etwas wie "Aufbruch" oder "Hoffnung", etwa in Darstellungen von Bauern nach dem Ende der Hungersnöte. Andererseits biete er aber auch äußerst beklemmende Bilder etwa von Schauprozessen. Der 2006 verstorbene Fotograf Marc Grosset hat für den Band Aufnahmen von über zwanzig sowjetischen Fotografen ausgewählt, die sich alle mit dem Regime arrangieren mussten. Der Band enthält jedoch auch bislang unbekannte Bilder anonym gebliebener Fotografen aus dem Gulag. Aschenbrenner lobt ausdrücklich den "kenntnisreichen, schonungslosen" Begleittext des französischen Kommunismusforschers Nicolas Werth, der eine "knappe und souveräne Schilderung" des Stalin-Regimes liefere.
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