Markus Bundi

Die letzte Kolonie

Roman
Cover: Die letzte Kolonie
Septime Verlag, Wien 2021
ISBN 9783991200031
Gebunden, 168 Seiten, 18,00 EUR

Klappentext

Markus Bundi erzählt die Geschichte der letzten menschlichen Kolonie, die unter Tage in einem permanenten Dämmerzustand lebt. Doch ein Experiment lässt einige der Unterdrückten aufbegehren … Aber was passiert, wenn die Unteren nach oben streben und die Oberen nach unten expandieren wollen? Geheimnisvolle Figuren geben Rätsel auf: Was weiß der graue Mann? Warum tötet die Walküre? Welche Rolle spielen die Goner, und wie leben die Toffler und Pilzer?

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 22.06.2021

Rezensent Samuel Hamen warnt den Leser: Scharf gezogene Genregrenzen, Emotionen, ausgefeilte Dialoge soll er in Markus Bundis Dystopie gar nicht erst suchen. Bundis Erzählung über mittels Drogen unmündig gehaltene Untermenschen, die den Aufruhr wagen, wirft laut Hamen grundsätzliche Fragen des Menschseins auf, mischt sie mit realen Bedrohungen wie dem Klimawandel und mit Fragmenten einer Sprache der Verzweiflung zur Gesellschaftssatire und zum Revolutionsnarrativ. Scheint dem Rezensenten durchaus gefallen zu haben.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.03.2021

Rezensent Jürg Altwegg empfiehlt die Sci-Fi-Dystopie von Markus Bundi als tiefgründigen Abenteuer- und philosophischen "Antizipationsroman" und als Liebesgeschichte. Wie es auf der Erde einmal aussehen könnte, beschreibt der Autor laut Altwegg anhand eines finsteren unterirdischen Arbeitslagers, wo sich zwei Flüchtige finden. Bundis Beschreibungskunst findet Altwegg überzeugend, das Buch ist voller guter Einfälle und Details, lobt er. Manchmal spannt ihn der Autor sehr auf die Folter, den roten Faden aber verliert der Rezensent beim Lesen nie. Angenehm findet Altwegg, dass der Text nicht mit theoretischen Diskursen überfrachtet ist und der Autor stets um eine ausgewogene Darstellung bemüht ist.
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