Mit Illustrationen von Aljoscha Blau. Der Winter 1927 war im sibirischen Dorf Pilowo unglaublich lang und kalt. Die Wölfe fanden nichts mehr zu fressen. Darum drangen sie in das Dorf ein und holten sich die Hunde. Es wird berichtet, dass sie sogar die Dorfbewohner in ihren Häusern angriffen. Von dieser wahren Begebenheit ließ sich Martin Baltscheit zu seiner neuesten Erzählung anregen: Michail, seine Frau, die fast erwachsenen Kinder Nadja und Milan und Nadjas Freund Kolja erleben einen grausamen Winter, in dem sie von Tag zu Tag in eine immer verzweifeltere Lage geraten. Als die Nahrungsmittel bedrohlich knapp werden, will Milan Hilfe aus dem Nachbardorf holen, aber er kehrt nicht wieder heim. Schließlich versuchen die Wölfe sogar, die Häuser zu stürmen. Im Frühling endlich erreicht ein Schutzgrupp der Armee das abgeschnittene Dorf und verhindert das Schlimmste.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…