Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 29.07.2000
Vierzehn Intellektuelle berichten über ihre Lieblingslektüre, und vor allem über ihr erstes Rendezvous mit einem Buch. Zusätzlich wird in Umfragen das "Verhältnis" zum "Lebensbuch", die Umstände und die Regungen dieser "ersten Begegnung" ermittelt - ein Unterfangen, das sowohl vom Rezensenten als auch von manchen der Befragen scheinbar belächelt wird. Das Reden über das Lesen scheint unterschiedliche Früchte zu tragen. So würden manche der Autoren "ihre eigene literarische Produktion in den Mittelpunkt" stellen, andere dafür sich als gute Leser enttarnen. Auch sympathische "Geständnisse" scheinen sich darunter tummeln, wie dies von Franz Schuh "Nach Karl May las ich sofort Dostojewski, ohne den geringsten Unterschied zu bemerken."
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