Martin Lohmann

Etikettenschwindel Familienpolitik

Ein Zwischenruf für mehr Bürgerfreiheit und das Ende der Bevormundung
Cover: Etikettenschwindel Familienpolitik
Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2008
ISBN 9783579069876
Gebunden, 222 Seiten, 19,95 EUR

Klappentext

Eigentlich gibt es bis heute gar keine wirkliche Familienpolitik. Was es gibt, ist ein gigantischer Etikettenschwindel, der aus bestimmten Interessen heraus als Familienpolitik verkauft wird. So jedenfalls sieht es Martin Lohmann. Seine Streitschrift will die Öffentlichkeit wachrütteln und sich einsetzen für eine Familienpolitik, die ihren Namen wirklich verdient. Sein Plädoyer: Raus aus alten Ideologien, hin zu neuen - positiven - Denkmodellen. Nicht gegen Muttersein oder gegen Erwerbstätigkeit, sondern für die freie Entscheidung für das eine oder das andere - mit allen Konsequenzen. Dieses neue Denken könnte der Kern einer neuen und wirklich modernen Politik sein. Gleichzeitig ist es auch eine Herausforderung für Kirchen, Gewerkschaften, Medien und Wirtschaft.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.10.2008

Familienpolitik und ihr gesellschaftspolitischer Gesamtzusammenhang. Was das bedeutet - in diesem Buch erfährt es der Rezensent. Engagiert und bemüht um in praktischer Vernunft wurzelnde inhaltliche Aussagen erscheint Andreas Rödder Martin Lohmanns Arbeit. Dass sozialwissenschaftlich-analytisch da nicht so viel bei herumkommt, stört ihn nicht. Das vom Autor ins Zentrum gerückte Interesse an der Selbstbestimmung über familiäre Lebensentwürfe leuchtet Rödder ein. Ebenso die Forderung an die Politik, entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen. Lohmanns Denkansatz trägt für den Rezensenten die Chance auf Ableitung von Konkretem in sich sowie die "Seele eines bürgerlichen Gesellschaftsentwurfs".
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 15.08.2008

Der Anregung Martin Lohmanns, eine "neue Kinder-Kultur" einzuführen, kann Rezensent Franz Alt zustimmen - um sich ausführlich den einzelnen Thesen des "provokanten Buchs" zuzuwenden. Bei der Lektüre entstehen dem Rezensenten Zweifel an der von Lohmann selbst propagierten "Angst- und Ideologiefreiheit" des Buches. Und wo der Autor mit Rousseau von den Segnungen des Familienlebens spricht, fürchtet der Rezensent anscheinend eine anachronistische Deutung, weil die Auffassungen des Kindes vor und nach der Reformpädagogik nicht vergleichbar seien. Die wiedergegebenen Forderungen nach Kinderministerium, Familienwahlrecht und Kinderbeauftragten bleiben von Franz Alt leider unkommentiert.
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