Herausgegeben von Cosima Schneider und Silvio Mohr-Schaaff. Mitarbeit: Lukas Gedziorowski. Großformatige Darstellungen der Inhalte der Tetralogie und einem Stammbaum. Schwarz-weiß mit Sonderfarbe gold. Wir eröffnen den Büchergilde Bilderbogen mit Richard Wagners Opus magnum "Der Ring des Nibelungen". Der Illustrator Martin Stark wagt das scheinbar Unmögliche - in seinem typischen expressionistischen Stil inszeniert er den Opernzyklus auf 4+1 Bilderbogen, beidseitig zweifarbig bedruckt: Das Rheingold, Format 48 x 66 cm, Die Walküre, Format 66 x 48 cm, Siegfried, Format 67 x 72 cm, Götterdämmerung, Format 96 x 67 cm, Der Stammbaum, Format 48 x 66 cm im festen goldbezogenen Schuber (24 x 33,2 x 2,5 cm).
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 20.01.2021
Rezensentin Judith von Sternburg bewundert das "Papiertheater" des Künstlers Martin Stark. Der gesamte "Ring" als Bilderbogen, das scheint ihr nicht nur zeitgemäß, sondern auch faszinierend. Dass bei aller Dichte wirklich nichts verloren geht, erstaunt Sternburg zuvorderst. Dann scheinen ihr Starks "glasklare" Piktogramm-"Wimmelbilder" aber auch wirklich passend zum Leitmotivischen. Das ist spannend zu verfolgen, Kenntnis der Oper vorausgesetzt, meint sie, und durchdacht bis ins Kleinste. Auch wenn die Bühne unersetzlich ist, vielfältig und frei - so geht es auch, findet Sternburg.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.11.2020
Rezensent Andreas Platthaus empfiehlt Cosima Schneiders und Martin Starks Wagner-Bilderbogen in Zeiten geschlossener Opernhäuser. Auch wenn dieses "Papiertheater" das wahre Erlebnis nicht ersetzen kann, unterhält sich der Rezensent gut. Mit etwas Bewegungsaktion (Drehen der Bögen, Vergrößern der Schrift) kann Platthaus der schematisierenden Veranschaulichung des Bühnengeschehens auf den Bilderbögen folgen. Besonders die Handlungsumsetzung in Schwarzweiß sagt Platthaus zu. Starks Aufrisszeichnung zum "Rheingold" mit Wallhall oben und unten dem Rhein vermittelt dem Rezensenten Handlungsorte und Hierarchien und dazwischen die Handlung selbst in "piktogrammatischer" Kürze. Ein ganz eigenes Gesamtkunstwerk, findet Platthaus.
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