Maryam Aras

Dinosaurierkind

Essay
Cover: Dinosaurierkind
Claassen Verlag, Berlin 2025
ISBN 9783546101011
Gebunden, 192 Seiten, 22,00 EUR

Klappentext

Während eines Filmabends entdeckt Maryam Aras ihren Vater auf der Kinoleinwand. Bei einer Protestveranstaltung gegen den Shahbesuch 1967 in Berlin sitzt er zwischen anderen Studierenden auf dem Boden. Für sie ist es der Beginn einer Spurensuche - nach ihrer Kindheit in der iranischen Diaspora in Köln, der Gewissheit, dass ihr Vater nicht nach Iran reisen kann, der Geschichte seiner und ihrer Politisierung.In diesem literarischen Essay schreibt Maryam Aras die politische Biographie ihres Vaters, zieht Erzähllinien zwischen dem Staatsstreich 1953 in Iran, einer transnationalen 1968er-Bewegung, dem Kölner Arbeiterviertel Mülheim und einer Familiengeschichte, in der der Luxus, unpolitisch durchs Leben zu gehen, nie existiert hat.

Buch in der Debatte

9punkt 19.07.2025
Die Autorin Maryam Aras hat mit "Dinosaurierkind" ein Buch über die politische Geschichte ihres Vaters geschrieben, der gegen den Schah protestierte und 1964 den Iran verließ, wie wir in der FAS lesen. In einem längeren Essay schildert Aras, wie sie die kürzlichen Bombardierungen durch Israel erlebte. Begrüßt sie nun die Intervention der Israelis nach dem Motto "Der Feind meines Feindes ist mein Freund?". "In den Tagen nach dem 13. Juni las ich diese Formulierung aus den Jahren des 'War on Terror' immer wieder in Texten und Postings politischer Freunde aus dem In- und Ausland: Der Feind meines Feindes ist nicht mein Freund! Weder das islamische Regime als pseudoantiimperialistische Macht noch Israel und die USA als Befreier. Den Grundsatz einer Politik der dekolonialen Selbstbestimmung und menschenrechtlichen Gerechtigkeit, wie Parastou Forouhar (iranische Künstlerin und Aktivistin, Anm. d. Red.) es nennt, zu verteidigen, scheint mir nur konsequent. Aber ich weiß, dass Freundschaften und Familien an diesen Linien zerbrechen." Unser Resümee

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