Mathias Enard

Letzte Mitteilung an die Proust-Gesellschaft von Barcelona

Gedichte
Cover: Letzte Mitteilung an die Proust-Gesellschaft von Barcelona
Hanser Berlin, Berlin 2019
ISBN 9783446264090
Gebunden, 128 Seiten, 19,00 EUR

Klappentext

Aus dem Französischen von Holger Fock und Sabine Müller. Matthias Enards kartografischer Lyrikband zeigt eine weitere Facette des vielseitigen Autors. In "Letzte Mitteilung an die Proust-Gesellschaft von Barcelona" folgt Mathias Enard der Karte seiner literarischen Recherchen, seiner Reise- und Schreibwelt: von Beirut bis Sarajevo, von Polen und Tadschikistan bis nach Spanien. Während er sich moderner und klassischer poetischer Formen bedient, entstehen intensive Bilder und Innenansichten von großer Schönheit, die zugleich durchlässig sind für das Echo von Krieg und Gewalt, die diese Territorien prägen. Über einen Zeitraum von fast 20 Jahren entstanden, ergeben diese Gedichte das poetische Logbuch eines zutiefst neugierigen Menschen, der Welten erkundet, um neue zu erschaffen.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk, 14.11.2019

Rezensent Dirk Fuhrig liest die erste Gedichtveröffentlichung des Prosa-Künstlers Mathias Énard mit Gewinn. Wie der Autor die für sein Werk typische Grundspannung zwischen Unterwegssein und Heimweh in die mal gereimten, mal freien Versen hinüberrettet, findet Fuhrig lesenswert. Das Transitorische zwischen Weltgegenden und Kulturen, dem der Autor auf seinen Reisen rund ums Mittelmeer nachspürt, vermitteln die im Lauf der Jahre entstandenen Gedichte laut Rezensent reflexionsscharf und mit einem eleganten ironisch-verschmitzten Ton, den die Übersetzung von Sabine Müller und Holger Fock weitgehend treffend abbildet, wie Fuhrig feststellt.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.10.2019

Rezensent Niklas Bender bewundert die geografische, motivische und atmosphärische Vielfalt in den neuen Gedichten von Mathias Énard. Aus aller Welt scheint ihm der Dichter Material mitzubringen und zu verarbeiten. "Beirut" erinnert ihn an Apollinaire, weil sich hier Neues (Clubs, Bars, israelische Jagdflieger) und Altes (Hafis und Wilhelm von Aquitanien) miteinander verbindet im Lob der Stadt zu einer "Globalvision". Die vielen Referenzen erschließen die Übersetzer Sabine Müller und Holger Fock dem Rezensenten dankenswerterweise. Dass nicht alle Texte im Band Bender gleich begeistern, ist klar.
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