Die Lotsin
Roman

Mare Verlag, Hamburg 2025
ISBN
9783866487390
Gebunden, 352 Seiten, 23,00
EUR
Klappentext
Aus dem Niederländischen von Andreas Ecke. Kaum hat vor Helgoland eine Übung des niederländischen, deutschen und dänischen Grenzschutzes begonnen, geht bei der Küstenwache ein Notruf ein. Eine Klimaforscherin, die mit einem US-Forschungsschiff auf dem Weg von Grönland nach Kiel war, wird vermisst. Nach vergeblicher Suche der Küstenwache und der Helgoländer Seenotretter führt Xander Rimbach, Ermittler der Bundespolizei See, Verhöre an Bord der RV "Anthropocene". Alles deutet darauf hin, dass die Wissenschaftlerin, die seit Jahren an Depressionen litt, willentlich über Bord gegangen ist. Doch als Kommissar Liewe Cupido eine Nachricht der Lotsin erhält, die die "Anthropocene" auf die Elbe gesteuert hat, kommen Zweifel auf. Und als der Fund eines niederländischen Nordseekutters offenbart, dass die vermisste Frau ein grausames Ende gefunden hat, ist die Dringlichkeit der Ermittlungen nicht mehr zu bestreiten.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 17.10.2025
"Die Lotsin" ist ein Klimathriller, erzählt Rezensent Kolja Mensing, der das Buch offenbar gern gelesen hat - vor allem, weil ihm die Hauptfigur imponiert, der Polizist Liewe Cupido, ein überaus wortkarger Mann, der an eine Art Schuldkomplex zu leiden scheint, der mit dem Tod seines Vaters zusammenhängt. Plottechnisch geht es um eine Klimaschützerin, die auf einem privaten Forschungsschiff über Bord gegangen und ertrunken ist. Ein "dunkler Krimi", der aber auch seine zarten Momente hat, versichert der Kritiker.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 21.08.2025
Das zentrale Anliegen von Matthijs Deens Kriminalromanen ist das Menschliche, betont Rezensentin Sylvia Staude in ihrer kurzen Besprechung des neuen Buches, in dem der Klimawandel eine wichtige Rolle spielt. Eine Forscherin, die sich mit dem (schwindenden) Eis der Arktis beschäftigt, verschwindet vom Forschungsschiff "Anthropocene", aber es ist nicht ganz klar, warum: Mord könnte es sein, aber auch Suizid, es geht ihr psychisch nicht gut. Oder war es doch ein Unfall? Die Ermittler finden Emails, die zeigen, dass Iona, wie sie heißt, große Sorge hatte vor dem, was klimatechnisch auf uns zukommt, so Staude. Sie ist fasziniert davon, wie Deen die aufwendige Polizeiarbeit in all ihren Aspekten ebenso aufregend schildert wie den Alltag auf einem hochspezialisierten Forschungsschiff, das sie "endlos faszinierend" findet.