Aus dem Amerikanischen von Florian Grimm. Zu boshaft, anzüglich, politisch alles andere als korrekt: Es gibt viele Gründe, warum Cartoons im "New Yorker" nicht abgedruckt werden. Seit seiner Gründung 1925 gilt das legendäre Magazin als Pantheon des amerikanischen Humors. Woche für Woche reichen die hauseigenen Cartoonisten ihre Entwürfe für die nächste Ausgabe ein, aber nur wenige werden angenommen. Die übrigen sehen nie das Licht der Welt, obwohl sie zweifellos immer noch zum Besten gehören, was es an Cartoons gibt. Matthew Diffee sammelte die besten abgelehnten Arbeiten seiner Kollegen und vereinte sie in diesem Band. Nur selten gab es einen so unverstellten Blick auf Amerika.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.11.2011
Für Andreas Platthaus hält der von Matthew Diffee zusammengestellte Band mit Cartoons, die vom "New Yorker" abgelehnt wurden, nicht, was er sich davon versprochen hat. Zu seinem Bedauern lassen sich aus den hier versammelten abgelehnten Witzen weder die geheimen Auswahlkriterien des legendären Magazins ablesen noch dokumentiert der Band eklatante Fehlurteile, findet der Rezensent. Bei den meisten der Cartoons kann Platthaus nämlich nur zu gut verstehen, warum der "New Yorker" sie nicht abdruckte, hier sieht er vor allem Geschmacklosigkeiten und plakative Gewalt als Grund für die Ablehnung. Ganz selten hat er mal eine kleine Kostbarkeit entdeckt, insgesamt hat ihn aber lediglich ein Gag, den er den Lesern seiner Kritik auch nicht vorenthält, wirklich vom Hocker gehauen.
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