Aus dem Italienischen von Maja Pflug. Mit zahlreichen Abbildungen. Sein Vater war Buchbinder und besaß eine kleine Kartonfabrik. Zwei seiner Onkel waren Schriftenmaler. Und zwei weitere hatten ein Schreibwarengeschäft - Papier und Farben umgaben Saul Steinberg von Kind an. Im Bukarest der Bauern und Zigeuner, der Dadaisten und Geschäftsleute wuchs Saul Steinberg auf. Dieses halb mondäne, halb urtümliche Ambiente fand er zwanzig Jahre später in den USA wieder, als er - den italienischen Faschisten entkommen - sich in New York niederließ, für den "New Yorker" zu zeichnen begann und mit Künstlern wie Magritte, Chagall, Ernst, Duchamp, Leger, de Kooning und Pollock verkehrte. Dieses Buch ist aus Gesprächen mit seinem italienischen Freund Aldo Buzzi entstanden.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 14.12.2002
Ziemlich gelungen findet der Rezensent mit dem Kürzel "as." diese von Aldo Buzzi aufgeschriebene und gezeichnete Lebensgeschichte Saul Steinbergs. Den findet der Rezensent sowieso "genial". Buzzis Umsetzung dessen, was sein Freund Saul Steinberg ihm über seine Lebensgeschichte erzählt hat, findet er angenehm auf eine allgemeine künstlerische Ebene anstatt auf die Persönlichkeit des Buchgegenstands fokussiert. Dass das ganze nur neunzig Seiten und 15 Zeichnungen lang ist, findet der Rezensent etwas bedauerlich, weil man so nur einen oberflächlichen, wenn auch oft ziemlich verblüffenden Blick auf Steinbergs Leben werfen kann. Doch die knappe Umsetzung entspricht "dem sparsamen Duktus von Steinbergs Zeichnungen", ist insofern des Rezensenten Meinung nach nur logisch und stringent.
Angelika Klüssendorf: Trost 2022. Angelika Klüssendorf erzählt von Liebe, Entzweiung und der Sehnsucht nach Zugehörigkeit. Rita, Meisterin darin, sich in die falschen Männer zu verlieben, fällt plötzlich… Lena Schätte: Das Schwarz an den Händen meines Vaters Motte wird sie von ihrem Vater genannt. Eigentlich hat sie sogar zwei Väter: den einen, der schnell rennen kann und sich auf alle Fragen eine Antwort ausdenkt. Und den anderen,… Christine Wunnicke: Wachs Schauplatz ist Frankreich im 18. Jahrhundert, das vorrevolutionäre und das überaus revolutionäre. Und es lieben sich zwei Frauen, die verschiedener nicht sein könnten: Marie… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen…