Die Familie der Zukunft - Wie wir lieben werdenWird es in naher Zukunft noch so etwas wie "normale" Familien geben? Werden die Geschlechterrollen überflüssig? Zieht sich die Liebe immer mehr in den Cyberspace zurück, wo sich die Menschen mit virtuellen Partnern vergnügen? Wie sehen künftige Partnerschaften in der mobilen, individualisierten Gesellschaft aus?Mit seinem neuen Werk legt Matthias Horx das erste Buch vor, das sich aus Sicht der Trend- und Zukunftsforschung einem "weichen" Thema wie der Liebe widmet. Er untersucht die Wandlungsprozesse in Familie, Liebe und Partnerschaft und entwickelt ein Panorama der kommenden Liebeskultur, das von der totalen Digitalisierung der Leidenschaft bis zur "Liquid love" reicht, den wechselnden Partnerschaften in verschiedenen Abschnitten des Lebens. Im Zentrum steht die Frage, wie wir in Zukunft das Spannungsverhältnis zwischen individueller Selbstentwicklung und Sehnsucht nach Treue lösen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.08.2017
Oliver Jungen hält nicht viel von Matthias Horx als Zukunftsforscher. Wenn sich Horx in seinem Buch die Liebe und ihre Entwicklung und Zukunftsaussichten vornimmt, macht sich Jungen auf Dicke-Hosen-Wissenschaft gefasst. Gespickt mit Anekdoten aus dem Leben des Autors bekommt Jungen dann tatsächlich eine Art Power-Point-Präsentation zum Thema in Buchform. Wenn der Autor zitiert, und er macht das laut Rezensent ausgiebig, dann ohne abzuwägen. Peilt Horx die große Antwort auf die Frage nach der Zukunft der Liebe an, dann ohne Systematik und klare Argumentationslinie, von These zu These springend, fleißig Hartmut Rosa, Eva Illouz und Susanne Pinker exzerpierend, so Jungen. Die vom Autor erarbeiteten Ergebnisse (Die Kleinfamilie ist am Ende, es wird Robotersex geben und mehr Parallelbeziehungen) findet Jungen auch nicht sehr spektakulär.
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