Aus dem Finnischen von Stefan Moster. Ein neuer Fall für Kommissar Harjunpää und sein Team: die reichen Lehikonens werden von Unbekannten terrorisiert und erstatten Anzeige. Wenig später liegt ein stadtbekannter Spanner in ihrem Garten - tot und mit eingeschlagenem Schädel ... Jari Lehikonen hat es geschafft: Er verfügt über einen akademischen Grad, einen guten Job, eine repräsentative Wohnung, eine schöne Ehefrau und zwei Autos. Dödö und Antsu hingegen sind Verlierer. Der eine arbeitet als Nachwächter und ist von Offenbarungseid und Räumungsklage bedroht, der andere trägt frühmorgens mit einem alten Fahrrad Zeitungen aus. Aber die beiden haben Visionen, Tagträume. Und sie sind voller Verbitterung. Nur ein paar Anrufe, und schon wird fuhrenweise Sand und Schutt auf dem Grundstück des erfolgreichen Lehikonen abgeladen und zwanzig Parkettleger stehen vor der Tür. Der Phantasie sind kaum Grenzen gesetzt. Keine der Maßnahmen ist für sich allein genommen über die Maßen schrecklich. Aber in der ununterbrochenen, dichten Abfolge und in der Summierung machen sie die Betroffenen wahnsinnig. Die Lehikonens verlieren allmählich den Boden unter den Füßen ...
Im Perlentaucher:
Rezension Perlentaucher
Joensuus nicht ganz neue Bücher sind auf Deutsch erst dieses und letztes Jahr erschienen. Skandinavische Krimis sind immer noch so in Mode, dass Verlage, die sich wie btb darauf spezialisiert haben, auch auf Autoren zurückgreifen, die zunächst übersehen oder abgelehnt wurden. Joensuu war schon in "Der einsame Mörder" sehr gut darin, Erzählstränge handlungstechnisch zu trennen, aber thematisch und leitmotivisch zu verbinden. In den acht Jahren bis "Blinder Neid" hat er auch noch Humor entwickelt. Das ist eine zusätzliche Qualität seiner Romane. Seine Gesellschaftsdiagnose hat sich deshalb nicht aufgehellt... Lesen Sie mehr von Michael Schweizer in 'Mord und Ratschlag'
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