Aus dem Finnischen von Gabriele Schrey-Vasara. Kommissarin Anna Fekete verbringt ihren Sommerurlaub in ihrer Heimat Serbien. Bereits am ersten Abend wird ihre Handtasche mit Pass und Kreditkarte gestohlen. Anna Fekete kann den Täter noch verfolgen, doch dann verliert sich seine Spur. Es dauert nicht lange, bis der Dieb gefunden wird - er liegt tot am Ufer eines Flusses. Die lokale Polizei geht von einem Unfall aus und will die Ermittlungen einstellen. Anna Fekete indes ist überzeugt, dass der junge Mann ermordet worden ist, und nimmt die Sache selbst in die Hand. Es gibt zahlreiche Spuren, die im Sande verlaufen. Bis Anna Fekete einen Hinweis erhält, der zu ihrer eigenen Familie und einem wohlgehüteten Geheimnis führt: dem lang zurückliegenden Mord an ihrem Vater, der als aufgeklärt gilt. Doch Anna Fekete bringt neue Details ans Licht.
Rezensentin Katharina Granzin freut sich über diesen dritten Kriminalroman von Kati Hiekkapielto. Denn die Autorin ist eben keine der "immer gleichen" finnischen KrimischreiberInnen, verspricht die Kritikerin. Der Mordfall, in dem Hiekkapieltos Kommissarin Anna Fekete ermitteln muss, mag zwar zunächst ein wenig konventionell erscheinen, aber schon der Handlungsort ist eine Überraschung, versichert die Rezensentin, die hier ins serbische Grenzland zu Ungarn, in die Woijwodina, gelockt wird. Großartig, wie die Autorin ihre Heldin auf den fremden Ort blicken lässt, dabei kulturelle Eigenarten schildert und Einblicke in verschiedene soziale Milieus gewährt, lobt Granzin. "Atmosphärische" Landschaftsschilderungen, eine Liebesgeschichte, der Bezug zur aktuellen Flüchtlingskrise und ein sicheres Händchen für die vielen Nebenfiguren machen diesen Roman zu einem klugen und spannenden Ereignis, lobt die begeisterte Kritikerin.
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