Mit einer biografischen Skizze von Roland Flade und einem Nachwort von Stefan Weidle. "Der schicksalhafte Weg einer Frau von heute aus der Familiengebundenheit in ein Leben frei von allen Beziehungen. Mohrs Menschen leben alle mit einem Urdunklen hinter sich. Sie folgen auf ihren Wegen einem Drang aus dem Unbewussten. Es ist die Angst, das Gefühl des Abgeschnittenseins, das aus der Ebbe, dem Leersein der Welt kommt, was sie auf rastlose Wanderungen treibt. Sie fliehen vor den Falschheiten der Zeit und suchen ihr eigenes Leben, um darin glücklich zu sein. So bewegt, spannend, heutig, taghell und leicht die Vorgänge in diesem Roman sind, so merkwürdig, nächtlich und unfaßbar ist der Untergrund." So der Klappentext der Erstausgabe von 1933. Viel hat sich nicht geändert.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.04.2020
Tilman Spreckelsen hält Max Mohrs Roman von 1933 für weiterhin aktuell. Die im Text aufgeworfenen Fragen und die "scharf" gezeichneten, mit Würde ausgestatteten Figuren, die der Autor zwischen Liebe und der Suche nach einem "adäquaten Geschlechterverhältnis" und verschiedenen Gesellschaftsentwürfen hin- und herbewegt, sind für den Rezensenten symptomatisch für Krisenzeiten. Pessimismus mit einem Hauch Hoffnung grundiert den Roman, schreibt Spreckelsen.
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